
Gebetsnewsletter Mai 2026
„Satan zittert beim Anblick auch des schwächsten Christen auf Knien.“
William Cowper
Lasst uns in diesem Bewusstsein für unsere unerreichte Volksgruppe des Monats beten!
Überblick zu den Zentral-Tibetern

Wo sie leben
Insgesamt gibt es bis zu 1,5 Mio. Zentral-Tibeter. Die meisten leben im autonomen Gebiet Tibet (China), weitere in Indien, in anderen asiatischen sowie westlichen Ländern wie den USA. Viele flohen, nachdem 1950 das damals neue kommunistische Regime Chinas in Tibet einmarschierte.
Religion
Noch sind sie zu annähernd 100 % Anhänger des tibetischen Buddhismus, einer Mischung aus tantrischem Buddhismus und der alten Bon-Religion. Es ist eine 2.200 Jahre alte Verschmelzung von Schamanismus, Okkultismus und schwarzer Magie mit buddhistischen Gesängen, ständigen Ritualen und Opfern, um die bösen Berggeister zu besänftigen. Die Menschen sind in Angst und in der Finsternis der Geisterwelt gefangen. Sie sind getrieben, genug Karma zu sammeln, um gute Reinkarnationen zu erreichen – das Ziel ist die „Erleuchtung“, was jedoch nur durch viel Mühe und Meditation erreicht werden kann. Dafür beten sie viele Mantras und laufen um die Stupas, kleine Tempel.

Es gibt Schätzungen zufolge nur ca. 200 Christen unter ihnen. Menschen, die zum Glauben kommen, fallen oft aufgrund des hohen Drucks sehr schnell wieder zurück. Man versucht, sie mit allen Mitteln wieder zurück zum Buddhismus zu bringen: Sie werden aus der Familie und der Gesellschaft ausgeschlossen, finden keine Arbeitsstelle mehr und werden häufig sogar gewaltsam zur Rückkehr gezwungen. Der Druck ist besonders hoch, weil die Zentral-Tibeter durch die geografische Isolation der meisten Dörfer stark aufeinander angewiesen sind.
Erntearbeiter gibt es sehr wenige. Aufgrund der strengen Überwachung durch China ist es fast unmöglich, in Tibet selbst zu arbeiten. Deshalb fokussieren sie sich teilweise auf die Zentral-Tibeter außerhalb von China und die Flüchtlinge, damit diese dann wiederum das Evangelium über die Grenze nach Tibet bringen können.
Muttersprache & Bibelübersetzung
Sie sprechen Zentral-Tibetisch. Es gibt eine komplette Bibel, seit 2024 eine neue, besser lesbare Version. Jedoch können oft nur Mönche und gebildete Menschen lesen. Es gibt daher auch digitale Angebote wie Bibel-Apps usw., welche jedoch immer wieder von der chinesischen Regierung geblockt wurden.
Wie leben die Zentral-Tibeter?
Sie sind ein sehr fleißiges Volk und die reinsten Überlebenskünstler. Ihr Tag beginnt noch vor Sonnenaufgang mit dem Rezitieren von Gebeten und endet erst lange nach Einbruch der Dunkelheit. Oft sieht man sie auch nach einem langen Arbeitstag noch ihre Gebetsmühlen drehen. Die Tage verbringen sie damit, auf den Feldern zu arbeiten und sich um ihre Herden zu kümmern. Sie ziehen von Ort zu Ort, um die besten Weiden für ihre Tiere zu finden. Die Yaks sind Transportmittel und Arbeitstier, geben Milch, Fleisch und Wolle. Aus der Wolle weben die künstlerisch begabten Tibeter bunte Schürzen und andere Kleidung.
Außerdem lieben sie Witze und Musik mit traditionellen Instrumenten und sind begabte Sänger: Bei Hochzeiten und anderen Festen stimmt oft einer spontan den Gesang an, und die anderen stimmen aus vollem Hals in die wunderschönen Lieder ein. Eine Besonderheit dabei ist der Obertongesang. Damit kann ein einzelner Sänger mehr als einen Ton gleichzeitig erklingen lassen.
Zur Begrüßung ist es in manchen Gebieten üblich, die Zunge herauszustrecken. Damit zeigt man, dass man im Frieden kommt. Sonst werden einfach die Hände vor der Brust zusammengelegt.
Polyandrie (Frauen haben mehrere Ehemänner) ist gesellschaftlich anerkannt und sehr verbreitet.

Was sagt Gott über die Zentral-Tibeter und wie kannst du für sie beten?
Wir richten unseren Fokus zuerst mit Lob & Dank auf Gott:
Dort thront jetzt Christus über allen unsichtbaren Mächten und Gewalten, über allem, was irgend Rang und Namen hat.
Eph 1,21 GNB
Wir loben Jesus dafür, dass er hoch über allen Mächten und Gewalten steht, die die Zentral-Tibeter noch beherrschen.
Wir beten für unsere verfolgten Geschwister unter ihnen:
Selbst wenn ich durch ein finsteres Tal gehen muss, wo Todesschatten mich umgeben, fürchte ich mich vor keinem Unglück, denn du, ´HERR`, bist bei mir! Dein Stock und dein Hirtenstab geben mir Trost.
Ps 23,4 NGÜ
Wir beten für die verfolgten Christen, die oft das einzige Licht in großer Dunkelheit sind, um Schutz, dass sie kein Unglück fürchten und Gottes Stecken und Stab sie tröstet.
Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.
Jes 42,3 ELB
Wir beten, dass Gott dem glimmenden Docht nicht verlöschen lässt, sondern zu einer großen Flamme entzündet. Möge Gott sie stärken, sodass sie trotz des immensen Drucks standhaft im Glauben bleiben.
Wir vertrauen auf Gott, und deshalb lassen wir uns nicht davon abhalten, zu reden und das Evangelium zu verkünden. (…) Denn Gottes Gnade soll immer mehr Menschen erreichen, damit dann auch eine ständig wachsende Zahl Gott dankt und ihm die Ehre gibt.
2Kor 4,13-15 NGÜ
Wir beten um Gottvertrauen und Mut, das Evangelium weiterzugeben, damit viele erreicht werden und Gott verherrlicht wird.
Wir beten für die Erntearbeiter:
Seid treu, ausdauernd und wach im Gebet und im Dank an Gott!
Kol 4,2 NeÜ
Wir bitten Gott, sie immer weiter ins Gebet zu führen und eine Gebetsbewegung unter ihnen entstehen zu lassen.
Liebe ist geduldig, Liebe ist freundlich.
1. Kor 13,4 NGÜ
Wir beten, dass sich dem Team viele Möglichkeiten öffnen, nach Laya zu reisen, z. B. durch Tourismus.
„Lasst euch vom Herrn Kraft geben, lasst euch stärken durch seine gewaltige Macht! (…) Denn unser Kampf richtet sich (…) gegen die Mächte und Gewalten der Finsternis, die über die Erde herrschen, gegen das Heer der Geister in der unsichtbaren Welt, die hinter allem Bösen stehen. Deshalb greift zu allen Waffen, die Gott für euch bereithält! Wenn dann der Tag kommt, an dem die Mächte des Bösen angreifen, seid ihr gerüstet und könnt euch ihnen entgegenstellen. Ihr werdet erfolgreich kämpfen und am Ende als Sieger dastehen. Stellt euch also entschlossen zum Kampf auf!“
Epheser 6, 11-14 (NGÜ)
Wir beten um Ausdauer und Geduld für sie, denn der Weg zu den Herzen der Zentral-Tibeter ist sehr lang.
Wir beten um mehr Erntearbeiter:
Dann hörte ich, wie der Herr sagte: »Wen soll ich senden? Wer ist bereit, unser Bote zu sein?« Ich antwortete: »Ich bin bereit, sende mich!«
Jes 6,8 GNB
Wir bitten Gott um mehr Erntearbeiter, die Gottes Ruf hören, ausgerüstet werden und bereit sind, sich senden zu lassen, z. B. chinesische Christen. Viele von ihnen haben bereits die Vision, das Evangelium nach Tibet zu bringen.
Kommt, folgt mir! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Mk 1,17 NeÜ
Wir beten, dass Zentral-Tibeter außerhalb Tibets erreicht werden können, die dann das Evangelium wieder nach Tibet bringen.

Wir beten für die Zentral-Tibeter selbst:
Ich gebe ihnen ein verständiges Herz, damit sie mich erkennen und begreifen, dass ich der HERR bin. Mit ganzem Herzen werden sie zu mir umkehren. Sie werden mein Volk sein und ich werde ihr Gott sein.
Jer 24,7 GNB
Wir beten um verständige Herzen, die Gott erkennen können.
Der HERR ist mein Hirt; darum leide ich keine Not. Er bringt mich auf saftige Weiden, lässt mich ruhen am frischen Wasser.
Ps 23,2 GNB
Wir beten, dass sie Jesus als den guten Hirten kennenlernen, der noch besser für sie sorgen möchte als sie für ihre Tiere.
Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
Joh 8,31.32 NGÜ
Wir beten, dass sie sich trotz Einschränkungen durch die Regierung mit dem Wort Gottes beschäftigen, dadurch die Wahrheit erkennen und frei von allen Ängsten und geistlichen Bindungen werden.
Er führte uns mit starker Hand und ausgestrecktem Arm aus Ägypten heraus, mit großen furchterregenden Taten, mit Zeichen und Wundern.
5. Mo 26,8 NeÜ
Wir beten, dass Gott wie bei den Israeliten Zeichen und Wunder tut und die Zentral-Tibeter aus der Versklavung der bösen Mächte herausführt.
So kannst du mit anderen beten:
- Erzähle deinem Hauskreis, deiner Gemeinde und deinen Freunden von dieser Gebetsinitiative und betet gemeinsam für die Layakha!
- Lade den Gebetsnewsletter als PDF herunter und gib ihn weiter: