Die Saudi-Nadschdi-Araber

Gebetsnewsletter Januar 2026

„Kurz soll man beten, aber oft und stark.“

– Martin Luther

Lasst uns beständig im Gebet für unsere unerreichte Volksgruppe des Monats bleiben! 

Überblick zu den Saudi-Nadschdi-Arabern

Ca. 11 Mio. in Saudi-Arabien, dort bilden sie die größte Bevölkerungsgruppe. Ca. 2 Mio. in 10 weiteren Ländern

Saudi-Arabien: Der Geburtsort des Islams öffnet sich für das Evangelium! Als größter arabischer Ölstaat und durch die heiligen Städte Mekka und Medina ist Saudi-Arabien der arabische Global Player – politisch, wirtschaftlich und in Fragen des Islams. Lange als verschlossenes Land bekannt, in dem es kaum Christen gab, tut sich in den letzten Jahren etwas Gewaltiges: Der Geburtsort des Islams öffnet sich, sowohl politisch und gesellschaftlich als auch geistlich. Der relativ neue Machthaber Mohammed bin Salman verfolgt eine gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Reformagenda, durch die das Land sich merklich vom strengen Islam entfernt und offen für Einflüsse aus dem Ausland wird. Gleichzeitig sind viele Saudis auf der Suche nach der Wahrheit und begegnen Jesus im Traum. Im Herzen des Islams ist die Ernte reif, aber es sind noch zu wenig Erntearbeiter! Die wenigen, die bislang unter die Saudi-Nadschdis ausgesandt wurden, haben alle Hände voll zu tun, den vielen Suchenden zu begegnen und brauchen dringend Unterstützung.

Religion

99 % sind sunnitische Muslime und viele gehören zu den strengsten Muslimen überhaupt. Nur 0,09 % sind Christen. Diese sind einem hohen Druck seitens ihrer Familien und der Gesellschaft ausgesetzt.

Muttersprache & Bibel 

Sie sprechen Nadschdi-Arabisch. Übersetzt wurden bisher nur einzelne Bibelteile.

Wie leben die Saudi-Nadschdi-Araber? 

Traditionell waren sie Beduinen mit einem nomadischen Lebensstil, die Kamele, Schafe, Ziegen und Rinder hielten und je nach den jahreszeitlichen Weidebedingungen wanderten. Außerdem züchteten sie Falken, Windhunde und Pferde (Araber). Inzwischen betreiben sie oft Landwirtschaft und lassen sich vermehrt in Dörfern und Städten nieder, was eine große Umstellung für sie bedeutet. Es ist daher nicht ungewöhnlich, dass ein junger Beduine ein Haus baut und darin lebt, seine Eltern jedoch ihr Zelt in seinem Garten aufschlagen, wo sie bis zum Ende ihrer Tage leben. Die Regierung tendiert dazu, das nomadische Leben zu regulieren – nur dann funktioniert die Besteuerung. Der Einzug der Moderne bringt auch neue Möglichkeiten mit sich, wie Saudi-Nadschdi-Araber mit der Botschaft von Jesus erreicht werden können: Inzwischen haben die meisten Strom und Internet. So können sie christliche Sendungen schauen oder sich in Chatrooms über Glaubensfragen austauschen, und viele sind sehr interessiert daran! 

Ihre nomadischen Traditionen prägen die Identität der Saudi-Nadschdi-Araber trotz allem weiterhin. Deshalb liegt der Schwerpunkt in der Erziehung darauf, diese Lebensweise fortzuführen. Von den Kindern wird erwartet, dass sie ein beträchtliches Maß an Verantwortung übernehmen und zum Überleben ihrer Familien beitragen. Neben der Erziehung sind die Frauen auch für andere Lebensbereiche verantwortlich und nehmen so eine sehr wichtige Position in der Gesellschaft ein. Diese besteht aus Stämmen, Familien und sozialen Klassen, und ein Saudi-Nadschdi-Araber definiert sich darüber, welcher dieser Gruppen er angehört.  

Für das Sozialleben spielt auch Gastfreundschaft eine große Rolle: Gäste werden großzügig mit Tee, Essen und Kaffee bewirtet. Beim geselligen Beisammensein trägt einer der Männer traditionell auch Gedichte vor oder singt. Um das Ende des Abends einzuleiten, verbrennt der Gastgeber Weihrauch in einem Weihrauchschwenker. 

Dichtung war für die Beduinen im Laufe ihrer Geschichte eine zentrale kulturelle Ausdrucksform. In den frühen Jahrhunderten des Islams stellte die beduinische Dichtung die ideale Norm sowohl für andere literarische Errungenschaften als auch für die arabische Sprache selbst dar.

Was sagt Gott über die Saudi-Nadschdi-Araber und wie kannst du für sie beten?

Wir richten unseren Fokus zuerst mit Lob und Dank auf Gott:  

„Der, der heilig ist, dessen Wort wahr ist und der den Schlüssel Davids hat – wenn er aufschließt, kann niemand zuschließen (…)“

Offb 3,7 NGÜ 

Wir danken Gott für die offenen Türen für das Evangelium in Saudi-Arabien und für den Aufbruch, der nicht rückgängig zu machen ist! 

Wir beten für die und mit unseren verfolgten Geschwistern:

Dass sie ermutigt werden, das Evangelium weiterzugeben, obwohl sie bisher nur so wenige sind. 

„Du brauchst dich nicht zu fürchten, kleine Herde! Denn euer Vater hat beschlossen, euch sein Reich zu geben.“

Lk 12,32 NGÜ

Wir beten für die einheimischen Christen sowie die Erntearbeiter: 

Um die Hilfe des Heiligen Geistes, wenn sie das Evangelium weitergeben.

„Weil der Heilige Geist ihnen zur Seite stand, wuchs die Gemeinde ständig weiter.“

Apg 9,31 NGÜ 

Wir beten um mehr Erntearbeiter:

„Dort hatte Paulus in der Nacht eine Vision. Er sah einen Mazedonier vor sich stehen, der ihn bat: »Komm nach Mazedonien herüber und hilf uns!«

Apg 16,9 NGÜ

Wir beten, dass viele Christen den Ruf aus Saudi-Arabien hören, besonders auch Familien mit Kindern, und dass Gott ihre Wege dorthin ebnet. 

Wir beten für Bibelübersetzung: 

„Auch (…) Araber befinden sich unter uns. Und wir alle hören [die Apostel] in unseren eigenen Sprachen von den wunderbaren Dingen reden, die Gott getan hat!“

Apg 2,11 NGÜ 

Wir beten um fähige Linguisten, die die Bibel und andere christliche Materialien ins Nadschdi-Arabische übersetzen, damit sie die Botschaft von Jesus in ihrer Sprache lesen/hören und verstehen. Wir beten, dass diese Übersetzung in der Form ihrer traditionellen Dichtung entspricht, damit sie sie annehmen und sie sich verbreitet. 

Wir beten für die Saudi-Nadschdi-Araber selbst: 

Dass Gott ihnen wie den Hirten in Bethlehem übernatürlich begegnet: 

„In der Umgebung von Betlehem waren Hirtendie mit ihrer Herde draußen auf dem Feld lebten. Als sie in jener Nacht bei ihren Tieren Wache hielten, stand auf einmal ein Engel des Herrn vor ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umgab sie mit ihrem Glanz. (…) Der Engel sagte zu ihnen: »Ihr braucht euch nicht zu fürchten! Ich bringe euch eine gute Nachricht, … «

Lk 2,8ff. NGÜ

Dass sie Jesus als den guten Hirten kennenlernen, der noch besser für sie sorgen möchte als sie für ihre Tiere: 

„Ich bin der gute Hirte. Ein guter Hirte ist bereit, sein Leben für die Schafe herzugeben.“

Joh 10,11 NGÜ

Für die vielen jungen Saudi-Nadschdi-Araber zwischen traditionellem Islam und säkularer Moderne, dass sie erkennen, dass es noch eine dritte Option gibt, nämlich Jesus:  

»Ich bin der Weg«, antwortete Jesus, »ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben. Zum Vater kommt man nur durch mich.«

 Joh 14,6 NGÜ 

Dass so, wie sie traditionell Weihrauch verbrennen, bald der Weihrauch von Gebet und Lobpreis von ihnen aufsteigt: 

„Als das Lamm das Buch entgegengenommen hatte, warfen sich die vier lebendigen Wesen und die vierundzwanzig Ältesten vor ihm nieder. Jeder von den Ältesten hatte eine Harfe; außerdem hatten sie goldene, mit Räucherwerk gefüllte Schalen. Das Räucherwerk sind die Gebete derer, die zu Gottes heiligem Volk gehören.“

Offb 5,8 NGÜ

So kannst du mit anderen beten:

  • Erzähle deinem Hauskreis, deiner Gemeinde und deinen Freunden von dieser Gebetsinitiative und betet gemeinsam für die Saudi-Nadschdi-Araber! 
  • Lade den Gebetsnewsletter als PDF herunter und gib ihn weiter: